„Klimaneutralität in allen Handlungsfeldern bis 2031“ – hierzu hat sich die Leibniz Universität Hannover in der Leitlinie zum Klima- und Umweltschutz verpflichtet. Die Gebäude des Campus haben aufgrund des nicht unerheblichen Energieverbrauchs und der daraus resultierenden hohen CO2-Emissionen eine zentrale Bedeutung.
Im Rahmen des zweijährigen SQM-geförderten Projektes „campus.zero“ untersuchten Studierende ab dem SoSe 2023, wie für verschiedene Gebäude das Ziel Klimaneutralität erreicht werden kann.
Die Gebäude selbst sollen als Reallabor erlebbares und begreifbares Vorbild für den gesamten Campus der LUH werden.
Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren der LUH (Fakultäten, Instituten, Abteilungen und Dezernaten) sowie externen Experten haben wir Konzepte für klimaneutrale Campusgebäude und deren Außenanlagen teilweise auch mit Berücksichtigung von Denkmalschutzbelangen im Sinne des nachhaltigen Bauens und den Leitlinien des Neuen Europäischen Bauhauses entwickelt. Verschiedene Themen wie z.B. Sanierung der Gebäudehülle und -technik, New Work, Regenwassernutzung, Biodiversität und Neugestaltung der Außenanlagen wurden vertiefend bearbeitet.
Im Mittelpunkt standen neben Maßnahmen der Energie- und Ressourceneffizienz auch die Integration erneuerbarer Energien in die Architekturgestaltung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Kerninhalte waren der Aufbau von Kompetenzen für eine ganzheitliche Lösungsentwicklung sowie die dafür erforderlichen Prozesse, unterstützt durch digitale Werkzeuge.
Die Teilprojekte „archland.zero“ und „Campus der Zukunft: Klimaanpassung am Schneiderberg 50“ wurden gemeinsam mit dem Institut für Landschaftsarchitektur, Abteilung Grüne Technologien in der Landschaftsarchitektur durchgeführt. Die Studierenden konnten ihre Ergebnisse in der von LiFE 2050 organisierten Ringvorlesung Transformation des Energiesystems einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
Bearbeitung
Annette Bähr, Architektin, MBA Eng. | Prof. Dr.-Ing. Philipp Geyer