GebäudetechnikForschungProjekte
Wärmeatlas Hannover

Wärmeatlas Hannover

Bearbeitung
Dipl.-Ing. Maren Brockmann | Dipl.-Ing. Benedikt Siepe

Das Forschungsprojekt zur Wärmebedarfsentwicklung in Hannover in Zusammenarbeit mit proKlima und enercity beinhaltet eine Weiterentwicklung der ArenHa-Gertec Studie aus dem Jahr 1990/1991.

Die ArenHa-Gertec Studie beschäftigte sich mit den „Einsparungsmöglichkeiten bei dem Raumwärmebedarf des Wohngebäudebestandes in Hannover und Langenhagen“. Hierfür wurden Haustypologien für Wohngebäude erstellt. Durch eine Repräsentativerhebung wurde der damalige Stand der nachträglich durchgeführten Sanierungsmaßnahmen sowie der Umfang der Bereitschaft der Hausbesitzer zu Durchführung von Energiesparmaßnahmen ermittelt. Mit diesen Informationen konnten Szenarien zur Energieeinsparung und Emissionsminderung entwickelt werden. Maßnahmenempfehlungen wurden ausgesprochen.

Wesentliche Aussagen dieser Untersuchung zur Gebäudesubstanz und zu wirtschaftlich optimierten Einsparmaßnahmen sind mittlerweile überholt. In der Zwischenzeit wurde die Wärmeschutzverordnung ´95 und die Energiesparverordnung, aktuell novelliert in 2007 eingeführt. Die Verordnungen haben zu höheren Dämmstandards und Einsatz effizienterer Gebäudetechnik geführt.

Ziel der Forschungsarbeit ist eine Überprüfung und Weiterentwicklung der Wohnhaustypologie, Erstellung einer Typologie für Nichtwohngebäude, Erhebung über den aktuellen energetischen Gebäudezustand sowie die Erarbeitung eines „Wärmeatlas Hannover“.

Im zweiten Schritt werden Prognosetrends erstellt. Bis 2030 soll in Fünfjahresschritten und darüber hinaus in Zehnjahresschritten der Wärmebedarf für Wohn- und Nichtwohngebäude abgeschätzt werden. Einflussszenarien sind unterschiedliche passive Gebäudeeinflüsse (Wärmedämmung nach unterschiedlichen Standards und Wärmeerzeuger wie regenerative Energiequellen, Wärmepumpen, Kraftwärmekopplung etc.).

Laufzeit
09/2007 - 12/2008

Förderung
proKlima-enercity Fonds | enercity-Stadtwerke Hannover